Mehrsprachiges Lernen in der Primarstufe
Die Förderung der deutschen Sprache und die Einbeziehung der Herkunftssprachen der Kinder sind seit vielen Jahren eins der zentralen Ziele der Schulbehörden, Politik und Verwaltung. Der Herkunftssprachliche Unterricht wird heute durch den sogenannten Erlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW geregelt. In Köln werden 13 Herkunftssprachen an über 100 Schulen der Primar- und Sekundarstufe unterrichtet. Das Besondere daran ist die Tatsache, dass in zahlreichen Schulen der Herkunftssprachliche Unterricht mit dem Regelunterricht systematisch verzahnt wird. Dies erfolgt auf der Grundlage von zwei Konzepten: Das Koordinierte Lernen (KOALA Köln) und das Bilinguale Lernen.
Koordiniertes Lernen (KOALA)
Seit Ende der Neunziger Jahre werden Kinder beim Erlernen von Lesen und Schreiben mit der jeweiligen Herkunftssprache im Herkunftssprachlichen Unterricht sowie im Unterricht mit anderen Kindern im Klassenverband von einer deutschen Regellehrkraft und einer Herkunftssprachenlehrkraft gemeinsam unterrichtet. Die Strukturen der beiden und weiterer Sprachen werden auf der praktischen und auf der Meta-Ebene verglichen. Diese Unterrichtsform regt die Kinder an, über ihre gegebenenfalls vorhandene Mehrsprachigkeit oder ihre Beziehung zur deutschen Sprache zu reflektieren und dies im Unterricht zu thematisieren. Sie lernen einen bewussten Umgang mit der Sprache, ihre Sprachlernstrategien werden erweitert und ihr Interesse am Sprachenlernen wächst. Dem interkulturellen Lernen kommt dabei eine wesentliche Rolle zu.Aktuell wenden elf Grundschulen mit der Sprache Türkisch und eine mit Türkisch und Russisch das Konzept an.
Bilinguales Schulkonzept
Schulen mit einem bilingualen Schukonzept verfügen über einen Zweig, in dem die Kinder in der deutschen sowie einer weiteren Sprache alphabetisiert werden. Auch der Unterricht außerhalb des Sprachunterrichts findet zu einem Teil in der weiteren Sprache statt. In Köln bestehen 2014 drei Grundschulen mit einem deutsch-italienischen Zweig, eine Grundschule mit deutsch-spanischem Zweig sowie seit 2008 eine Grundschule mit deutsch-türkischem Zweig.

Quiz zur frühkindlichen Mehrsprachigkeit

Fachartikel aus den ZMI-Magazinen
MEHRSPRACHIGKEIT

Einbeziehung des Herkunftsprachlichen Unterrichts in den Regelunterricht
Gelebte Mehrsprachigkeit
Nadine Steckenborn, GGS Astrid-Lindgren, Bergheim

Interviews zur Teamarbeit mehrsprachiger HSU Lehrpersonen in der Grundschule
Pia Domgörgen KGS Vincenz-Statz, Köln

Mehrsprachige Gestaltung des Sachunterrichts
Suzanne De Faveri, Anna Jung, KGS Zugweg, Köln

Phonologische Bewusstheit
Koordinierte mehrsprachige Alphabetisierung
Doris Jacobs, Köksal Ozan
GGS Alte Wipperfürther Strasse, Köln

Lesen einer Ganzschrift mit kooperativen Lernmethoden
Mehrsprachiges Reziprokes Lesen
Christina Keppeler, Annan Kücückgol,
Sankt Nikolaus-Grundschule, Köln

Mehrsprachige Vorträge zum Phantasiethema „Außerirdische“
Mehrsprachiger Sachunterricht
Dr. Gülten Corlu, Margarete Heeren,
GGS An der Burg, Hückelhoven
DEMEK – DEUTSCHLERNEN IN MEHRSPRACHIGEN KLASSEN

DemeK-Methode: Die Sprachrunde als Methode einer Erarbeitungsphase im Rahmen der Generativen Textproduktion.
Silvia Siegel-Kopatz
GGS Am Pleiser Wald Köln

DemeK-Methode: Die Sprachrunde
Sprachrunden mit dem Chunk: „Entschuldigen Sie bitte die Störung“
Silvia Beu
GGS Leuchterstraße Köln
Programme für eine sprachsensible Unterrichts-und Schulentwicklung

QuisS – Qualität in sprachheterogenen Schulen Koordinierte mehrsprachige Alphabetisierung
Grundlagen des Programms – Kurzdarstellung

Welt ABC

BiSS-TRANSFER
Darstellung des Programms

BiSS-TRANSFER
Netzwerk: DemeK-Literaturwoche

BiSS-TRANSFER
Netzwerk: Leseförderung in mehrsprachigen Klassen

Grundschulbildung stärken durch HSU – Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder
Grundlagen des Landesprogramms
Fachtagung 2022
Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder

ILF-Internationale Lehrkräfte fördern
Präsentationen zum Programm

